Walter Görg

Walter Görg

Referent advita akademie, Handpuppentherapeut

Hallo Herr Görg,
stellen Sie sich doch bitte kurz vor.
Mein Name ist Walter Paul Görg, geb. Starnberg am See in Oberbayern.
Verheiratet und Kinder, alles Mädchen. Ich arbeite als Puppenspieler in
Seniorenheimen und als Seminarleiter für Akademien.


Sind Handpuppen denn nicht nur was für Kinder? Sind sie überhaupt
für die Arbeit mit Senioren geeignet?
Im Fernsehen sieht man sehr viele Puppenspieler die sich an
erwachsene Menschen richten, warum dann nicht auch an Senioren?
Sie müssen einfach mal die strahlenden Gesichter der Senioren
gesehen haben, dann ist diese Frage beantwortet.

Was für eine Wirkung haben Handpuppen auf Menschen mit Demenz?
Das ist eine Art „Magie“. Die Welt der Demenz ist eine andere Welt , die
Welt der Handpuppen bekommt da leichter Zugang zu der Welt der
Menschen mit Demenz. Das Vertrauen ist sofort da. Berührung ist sehr
oft willkommen.

Kann jeder das Handpuppenspiel erlernen?
Im Prinzip ja. Eine gewisse Empathie und Liebe zu den Bewohnern ist
da Voraussetzung, sonst läuft das auf einer rein mechanischen Schiene
und Sie kommen an den Menschen nicht ran. Kommunikation im
Bereich Demenz hat sehr viel mit Gefühl und Emotion zu tun.
Wenn das da ist, können Sie das an einem Tag lernen. Übung macht
den Meister.

Gibt es besondere Puppen die sich für die Seniorenarbeit besonders
gut eignen?
Ja, mein Waschbär „Willy“. Kinderpuppen sind besser als Oma und
Opa-Puppen.

Ist Ihnen eine besondere Erfahrung mit dem Einsatz einer Handpuppe
bei Menschen mit Demenz in Erinnerung geblieben?
Ja, da sind einige schöne Erlebnisse. Wenn ein Bewohner sechs
Monate nicht mehr gesprochen hat und dann komme ich mit „Willy“ und
der Herr, oder die Frau redet plötzlich, dann wird man für seine Arbeit
sehr gut entlohnt.
Oder Aussagen wie, „Das war der schönste Tag seit Jahren“.

Vielen herzlichen Dank, Herr Görg!

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